24. April 2019 - 01:00 Uhr | #75


Vollblutstute und ihre Hengstfohlen

 Ich lag im Bett, am Schlafen, als ich angerufen wurde. "Wir haben einen Notfall. Vollblutstute, geschätzt auf 11 Jahre. Könnt ihr sie nehmen?" Ich hab mich dann so schnell wie möglich umgezogen, habe meinen Vater verständigt, der mit mir dann zum Treffpunkt gefahren ist, um die Stute abzuholen. Wir sind ca. 1,5 Stunden gefahren.


Als ich die Stute sah, brach ich in Tränen aus. Ich konnte nicht sprechen, ich zitterte am ganzen Körper. Die Stute zitterte ebenfalls, sie hatte so viel Angst, dass kann man sich nicht vorstellen.

Uns wurde gesagt, dass sie direkt aus Ungarn kommt.

Sie ist abgemagert, bis auf den letzten Knochen. Sie ist sehr nervös, aber steht jetzt bei uns in der Quarantänebox, hat es Warm. Wir haben ihr ebenfalls eine Rotlichtlampe aufgehängt. Sie hat bisher schon gut getrunken, nur das Heu und das eingeweichte Mash hat sie immer noch nicht angerührt.

Gestern Morgen gegen 10 Uhr kam unsere Tierärztin. Sie war ebenso geschockt, wie Wir auch. Sie bekommt Infusionen, damit sie nicht weiter austrocknet. Es ist ein Wunder, dass sie den Transport von fast 10 Stunden überstanden hat. Ich fragte mich aber, wieso sie so nervös war, bis ich wieder einen Anruf bekam.

Sie hat ein acht Monate altes Hengstfohlen bei Fuß, was ich mir nicht vorstellen konnte. Elisabeth wollte ihn zu uns bringen. Er gehört doch zu seiner Mutter.

Als sie mit dem Fohlen bei uns ankam, hörte ich die Stute wiehern, zwar nur kurz, aber laut. Sie hat immer noch sehr viel Angst. Das Fohlen ist ebenfalls bis auf die Knochen abgemagert und hat offene Wunden, die bei uns direkt versorgt wurden. Er bekommt ebenfalls Infusionen. Da er bei der Mutter nicht trinken kann, bekommt er von uns alle 2 Stunden die Flasche, die er super annimmt. Er hat auch schon ein bisschen vom eingeweichten Mash seiner Mutter gefressen, scheint ihm auf jeden Fall zu Schmecken.

Die Stute, die jetzt den Namen Aneska trägt, beruhigt sich allmählich, denn sie hat jetzt ihren Jungen an ihrer Seite, der jetzt den Namen Prince von uns bekommen hat, gerufen wird er bei uns Janosh.

Ich hoffe so sehr, dass die beiden durchkommen, denn sie sehen wirklich sehr schlimm aus. Aneskas Zähne sind in einem guten Zustand und auch die Hufe die sind in Ordnung.

Elisabeth erzählte mir, dass sie die beiden in Ungarn freigekauft hat und der Besitzer meinte, dass sie beim Schlachter nichts Wert wäre. Er hätte sie nur behalten, wenn sie weiterhin Fohlen bekommen hätte und dass wollte Eli nicht. Auf dem großen Hänger standen noch weitere Pferde, die zwar auch schlimm aussehen, aber bei weitem noch besser aussahen, als diese zwei.

Ich werde weiterhin von den beiden Berichten.


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